Posedown’s Lerntagebuch

November 14, 2007

Platzhalter

Gespeichert unter: Umweltethik — posedown @ 2:46 Uhr nachmittags

Gestern war ich etwas faul, was das zusammenfassen des Umweltethik-Stoffes betrifft, ich werds zu einem späteren Zeitpunkt nachtragen.

Allerdings muss ich trotzdem hinzufügen, dass ich gestern geschafft habe, das Skript fertig zu lesen! *freu*

November 12, 2007

Die Entstehung der Ökologiebewegung: Peter Rossegger & Josef Schöffel

Gespeichert unter: Umweltethik — Schlagworte: , , — posedown @ 4:07 Uhr nachmittags

Vorläufer der Naturschutzbewegung in Österreich waren Peter Rossegger (gründete 1876 die Zeitschrift Heimgarten. Hauptthemen: Waldschäden durch Verstädterung, Industrialisierung oder Straßenbau) und Josef Schöffel (Rettung des Wienerwaldes vor dem Verkauf)

1913 wurde in Österreich der erste Naturschutzbund gegründet. Die beiden Weltkriege ließen das Thema Umweltschutz in den Hintergrund rücken und erst mit den unübersehbaren globalen Umweltfragen kam die Grundsatzdiskussion wieder in Gang.

Zeittafel zum Natur- und Umweltschutz in Österreich:

  • 1870 Rettung des Wienerwaldes
  • 1913 Österr. Naturschutzbund wird gegründet
  • 1952 Rettung der Krimmler Wasserfälle
  • 1971 Brücke Mörbisch-Illmitz wird verhindert
  • 1971 erste Kundgebung gegen Atomkraft markieren den Anfang der österr. Ökologiebewegung
  • 1974/78 AKWStein-St. Pantaleon wird verhindert
  • 1978 Volksabstimmung Zwentendorf
  • 1984 Kraftwerk Hainburg
  • 1997 Gentechnik Volksbegehren

Die Ursachen der Umweltkrise Teil II & ein Lösungsansatz

Gespeichert unter: Umweltethik — posedown @ 3:56 Uhr nachmittags

Auch heute begleiteten mich die Ursachen der Umweltkrise auf meinem Weg ins Büro:

Als soziale Falle wird die Problematik von Gemeinschaftsgütern beschrieben, welche sich jeder technischen  Lösung entzieht. Es geht hier um die Freiheit des Einzelnen, für sich einen immer größeren Nutzen aus Gemeinschaftsgut zu ziehen. Als Paradebeispiel wird der marine Raubbau genannt, der Art für Art an den Rand des Aussterbens bringt. Was für die Nahrungslieferanten gilt, gilt auch für die Welt als Abfallkübel - die Verschmutzung der freien Güter Luft-Boden-Wasser. Ein weiterer Aspekt sind die falschen Fortschrittkonzepte, an denen wir unser Leben messen. Maß des Wohlstands ist das Bruttosozialprodukt, das aus der Summe der Ausgaben berechnet wird. Schon vor 30 Jahren hat Schuhmacher treffend gesagt, dass eigentlich nur das Wachstum des Guten zählen sollte und dass es keinen Sinn machen würde das Gute und Schlechte zusammenzuzählen. Die Dinge sind zu groß, zu kompliziert, zu teuer und zu “gewalttätig” geworden. So charakterisierte er die Fehlentwicklung der letzten Jahrzehnte, die Entfernung vom “Menschenmaß”. Oder wie Daly - meiner Meinung nach - noch besser formulierte: es gab einen Übergang von einem produktiven zu einem unproduktiven Wachstum.

Die Beschleunigung, die es immer schwerer macht aus Fehlern zu lernen und gegenzusteuern und die Spielregeln nach denen die globale Wettkampfökonomie funktioniert, tragen ebenfalls zur Fehlentwicklung bei: Reiche werden reicher, Arme werden ärmer. Zwei weitere Punkte, die ich zwar verstanden habe, aber es nicht schaffe auszuformulieren sind die Unzulänglichkeit der Poltitik (Streben nach Macht, anstatt Streben nach Existenzsicherung in einer gefährdeten Welt) und Militarismus und Konfliktaustragung (die Tatsache der höheren Bevölkerungsdichte und der damit fehlenden Ausweichmöglichkeit verstärkt diese Tendenz).

Natürlich fehlen hier viele andere Aspekte, aber wenn man sich das Skript durchliest, mitsamt seiner zig Randbemerkungen, kommt man selbst auf den Schluß, den Prof. Weish im letzten Kapitel zum Thema Krisenursachen zieht: Die Minimierung der Bevölkerungszahl (auf die Gesamtheit des Menschen-Daseins bezogen) würde eine Besserung in vielen Bereichen der heutigen Umweltkrise bedeuten. So würde das Menschenleben wieder an die biologische Grundausstattung des Menschen angepasst werden, die in der jetztigen Situation einer Unzahl von Problemen führt.

Bem.: Dies sind zusammengefasst Gedanken, die sich so wie sie hier stehen schrecklich anhören. Ich möchte keine Diskussion darüber lostreten über Lösungsansätze und Alternativen. Diese Zusammenfassungen dienen zur Prüfungsvorbereitung und sind persönliche Notizzettel von Gedankenstützen und keine ausargumentierte Meinung.

November 8, 2007

Die Wahrheit über die Umweltkrise & deren Ursache

Gespeichert unter: Umweltethik — Schlagworte: , , , , , , , , — posedown @ 10:09 Uhr vormittags

Wieder ein Tag im öffentlichen Verkehrsnetz, langsam gewöhne ich mich daran, und ich beginne die gewonnene Zeit zu genießen.

Heute begann ich mich mit der “Wahrheit über die Umweltkrise” zu beschäftigen. Schon in ferner Vergangenheit wurden regional die Grenzen der Tragfähigkeit erreicht bzw. überschritten, was zu Abwanderungen oder Eroberungen führte. Heute finden wir uns in einer global gesehenen Krise: dem Bevölkerungsproblem. Je höher die Ansprüche, umso mehr Fläche wird beansprucht. Neue Berechnungen ergeben eine verfügbare ökoproduktive Fläche von rd. 2 ha pro Kopf. Dies zeigt, dass die reichen Länder auf “zu großem Fuß” leben (Ökologischer Fußabdruck). Rd. 40% pflanzlicher Primärprodukte werden bereits vom Menschen beansprucht. Der Verlust biologischer Vielfalt, bedingt durch die steigende Inanspruchnahme  natürlicher Lebensräume, steigt rasant. Schon immer standen tier- und Pflanzenarten vor dem Aussterben (natürliche Rate des Aussterbens ca. eine Art/Jahr). Gegenwärtig hat das Artensterben die 1.000 - 10.000 fache Geschwindigkeit. Bedingt durch wenige Jahre billigen, reichlichen Erdöls kam es zu Ressourcenverschleiß und einst undenkbaren Veränderungen: Billige Energie bedeutete billigen Rohstoff. Verschleiß- und Verschwendungsproduktion, sowie Wegwerfmentalität setzten sich durch. Die Folgen: neben Umweltverschmutzung der Raubbau an nicht erneuerbaren Rohstoffen.

Neben der quantitativen Zunahme der Abfälle kam auch eine Steigerung der Giftigkeit. Jährlich kommen tausende neu produzierte Giftstoffe in die Biosphäre, deren Selbstreinigungsprozeß damit überfordert wird. Ein weiteres Thema ist die Überforderung der Tragfähigkeit. Zerstörung der Ökosysteme bedingt durch Waldschlag, schlechte landw. Nutzung, aber auch die raubbaumethoden der Fischerei führen dazu, dass der über Jahrmillionen dauernde Aufbau von struktureller und funktioneller Ordnung, vom Menschen binnen kürzester Zeit zerstört wurde. Auch der Abbau der Menschlichkeit, der kontinuierliche Verlust kultureller Werte und die bedenkliche Verschärfung der Inhumanität tragen ihren Teil zur Umweltkrise bei.

Auf der Heimfahrt wurden dann die Ursachen der Krise durchläutet. Im Prinzip liegt die Ursache in der biologischen “Grundausstattung des Menschens. Triebhaftes Verhalten: Der Mensch ist viel weniger Vernunftwesen und viel mehr gefühl- und triebgesteuert, als angenommen wird. Das Ausleben von Trieben lustbetonter Selbstzweck ist und das Unterdrücken Frustration bedeutet und Kraft kostet. Ein weiterer Aspekt ist das Streben nach Macht und Prestige. Es ist wichtig Anerkennung zu finden und sozialen Aufstieg zu erreichen. Die Freibeutermentaltität hat in Verbindung mit technischer Macht potentiell verheerende Folgen. Im Laufe der biologischen Evolution waren schon immer dienjenigen Lebensformen im Vorteil, die am effizientesten mit ihrer Energie umgingen. Technischer Fortschritt unterstützt den Hang zur Bequemlichkeit. Mangelnde Glücksfähigkeit und Werbeindustrie erzeugen die Illusion, das Konsum glücklich macht –> Konsum als Ersatzbefriedigung. Ethnozentrismus, Anthropozentrismus & Xenophobie: In vielen Kulturen wird die eigene Gruppe als Mensch bezeichnet. Fremde werden als Bedrohung gesehen. Dieses Misstrauen und Feindseligkeit können bis zum Genozid ausarten, der abgründigen Dimension unseres Verhalten.

Auch lineares Denken fördert die Umweltkrise. Solange  die statischen Verhältnisse vorlagen (als der Mensch noch keine folgenschweren Eingriffe setzen konnte) reichte das Denken in einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Mit wachsender Menschenzahl und zunehmender technischer Macht hat sich das grundlegend geändert: die aus dem linearen Denken entsprungenen Versuche der Weltverbesserung bewähren sich in der Regel nicht in der komplexen Realität der Ökosphäre. Eine weitere biologische Grundausstattung ist die Bereitschaft zur Gehorsam. Siehe Stanley Milgram Experiment (in einem Gehorsamsverhältnis haben Menschen anderen Versuchspersonen - scheinbar echte - lebensbedrohende Elektroschocks verabreicht). Salomon Asch zeigte in seinen Versuchen, dass Versuchspersonen unerwartet stark zu Konformismus neigen. Sie bringen es nicht fertig zu ihrer eigenen Meinung zu stehen, wenn diese von der Gruppenmeinung abweicht (stark abhängig von der Persönlichkeit).

Die abschließende Definition des Begriffs “Problemmultiplikatoren“: Manche Formen der Technik bringen nur auf den ersten Blick eine Verbesserung, ziehen aber jede Menge Folgeprobleme nach –> mehr Probleme schaffen als lösen. Bsp.: Assuan Staudamm in Ägypten.

November 7, 2007

Unfähigkeit zu Denken!

Gespeichert unter: Lernprobleme, Umweltethik — Schlagworte: , , , , , , , — posedown @ 12:41 Uhr nachmittags

Nachdem ich mich gestern abend brav hingesetzt und begonnen habe aus dem Umweltethik-Prüfungskatalog jene Fragen auszuarbeiten, die ich schon beantworten kann. Auf 12 Fragen bin ich gekommen, aber nicht, weil es mir nicht möglich war mehr zu beantworten, sondern weil ich nach einiger Zeit einfach keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Wie soll ich das beschreiben … ich fühlte die antwort, konnte sie aber nicht formulieren. Ich verbleibe in der Hoffnung, dass es heute Abend besser wird …

Am Weg in die Arbeit, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, die Schriften des Prof. Weish weiterzulesen: Eine Zusammenfassung über Albert Schweitzers Ethik “Ehrfurcht vor dem Leben” oder auch genannt die biozentrischen Position, die meines Erachtens nach etwas radikal, aber noch immer die beste Ansicht ist. Gefolgt von einem kurzen Kapitel mit dem Thema “anthropozentrischer oder mitgeschöpflicher Humanismus”, das mich wieder einmal an meine Grenzen des lesen-verstehen-wiedergeben bringt. Das nächste Kapitel löste meinen Selbstzweifel wieder in Nichts auf: Es umreißt den Weg von der Ethik zur Umweltethik und beschreibt den umweltethischen Imperativ, welcher eine Weiterentwicklung des kategorischen Imperativs und der goldenen Regel ist.

Aus der Erkenntnis der neuen Rolle des Wissens in der Moral heraus, kam die Überleitung zur Gesinnungs- (Ethik der Motive des Handelns) und Verantwortungsethik (urspr. Erfolgsethik: Der Zweck heiligt die Mittel) einst und heute und die daraus resultierende “Pflicht zu Wissen”.

Bei der Heimfahrt begleitete mich das Thema der zukunftsorientierten Verantwortungsethik. Aus der Pflicht sich ein Bild über mögliche Fernwirkungen zu machen und ein dafür angemessenes Gefühl zu erwecken resultiert die Pflicht zu Wissen und damit die Pflicht des Wissenden –> Mehr Wissenbedeutet mehr Verantwortung. Thma Nr. 2 waren die wesentlichen Prinzipien im Umweltschutz: das Sicherheitsprinzip, welches verlangt stets das worst case scenario zu zeichnen und im Zweifel für die Sicherheit zu agieren. Das darauf aufbauende Vorsorgeprinzip das Auftreten von irreperablen Schäden schon im vorhinein auszuschließen. Das Verursacherprinzip - im Sinne der Verantwortungsethik - besagt jeden Verursacher von Gesundheits- oder Ökoschäden konsequent zur Verantwortung zu ziehen (wie auch immer das aussehen möge?!?!)

Die vier umweltethischen Wahrheiten

  • Erkennen der ökologischen, gesellschaftlichen und ethischen Krise
  • Suche nach der Wurzel der Krise
  • Suche nach möglichen Alternativen
  • Die Wege zu ihrer Verwirklichung bereiten

Danach kam wieder eines dieser Kapitel, dass mich überforderte - wieder ein Exkurs in Sachen Wahrheit, Wirklichkeit, Realität. Aus dieser Selbstzweifelkrise rettete mich das nächste Thema: Von der klassischen zur ganzheitlichen Ökologie. Hier ging es um den Bedeutungswandel dieser Naturwissenschaft. Zuerst als Teilgebiet der Biologie, der Öffentlichkeit fast unbekannt, gehandelt, entwickelte sich die Wissenschaft der Gesamtheit der Beziehungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt zu einer eigenständigen Brückenwissenschaft. Aus der unbefriedigenden Situation der Ausklammerung des Menschen aus der biologischen Systemwissenschaft Ökologie entwickelte sich ein neuer spezieller Zweig, der sich mit dem Menschen und der Beziehung zu seiner Umwelt befasst: die Humanökologie. Mit ihr erfuhr die Ökologie einen bedeutenden Wandel von der klassischen zur ganzheitlichen Ökologie (zur System- bzw. Beziehungswissenschaft).

 Mit dem abendlichen Fragen ausarbeiten gehts weiter steil bergab. So schaffte ich heute nur 7 Fragen zu beantworten (30 min.), danach war die Luft raus.

November 6, 2007

über degenerierte Bildung & Gentechnik Volksbegehren

Gespeichert unter: Umweltethik — Schlagworte: , , , , , , , — posedown @ 11:36 Uhr vormittags

Ein neuer Tag im öffentlichen Verkehrsnetz in Wien … Heute setzte ich bei der Fahrt ins Büro meinen Weg durch das Thema Bildung und Ökologie fort.

Beginnend mit interessanten Ausführungen über die Degeneration der Bildungsanstalten zu Ausbildungsanstalten und der dazu widersprüchlichen Erkenntnis, dass Orientierungswissen (und somit auch eine breite Basisbildung) einen höheren Stellenwert einnehmen sollte als Verfügungswissen. Prof. Weish stellt die Regierungen an den Pranger, die durch Studiengebühren und Beschränkungen, dem Bildungswilligen verwehren, einen umfassenden Bildungsstatus über seinen Fachbereich hinaus zu erlangen. Er meint, dass die Anforderung an die Bildung von heute sein muss, den Menschen “wissenschaftskundig” zu machen, damit dieser nicht hilfloses Opfer raffinierter PR-Strategen wird. Abschließend umriss er die Möglichkeiten der Umsetzung politischer Bildung - wieder eines dieser Kapitel, die ich mir nicht einprägen konnte.

Das nächste Schriftstück, dass auf seine Bearbeitung wartet trägt den Titel “Regieren gegen die Bürger” - am Beispiel der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung. Für mich immerwieder ergreifende Themen, wenn es um Politik geht. Komme ich doch in beruflicher Hinsicht aus der Politik - zwar nicht als Politikerin, aber als einer dieser Menschen im Hintergrund. Eine kurze Einführung über die Möglichkeiten der Gentechnik im Bereich Pflanzenzüchtung und Landwirtschaft drehte mir bereits den Magen um. Zwar sind Qualitätsverbesserung, Ertragssteigerung, Schädlingsresistenz usw. durchaus positive Eigenschaften, aber was bringt es mir als Verbraucher, wenn der Konzern xy seinen Ertrag steigert? naja …

Weiter ging es mit der Entwicklung der Erwartungshaltungen Wirtschaft-Konsument während der ersten Entwicklungsphasen. Während die Wirtschaft immer mehr auf den Geschmack kam, nahm die Skepsis der Konsumenten zu. Durch BSE-Krise und andere Skandale in der Tierproduktion stieg die Nachfrage nach Bio-Produkten. Und nun ging es ans Eingemachte: Das Gentechnik Volksbegehren 1997 und die wundersame Wendung der sogenannten Volksvertreter. Mit 1,2 Mio. Unterschriften gab es einen eindeutigen Auftrag des Volkes an seine gewählten Vertreter. Mit dem Endeffekt dass die normative Macht des Faktischen über ethische Grundsätze, Bürgerwillen und Demokratie gesiegt hat.

 Bei der Heimfahrt vom Büro widmete ich mich den allgemeinen Grundlagen der Ethik: Definitionen zu Moral, Ethik, moralanalogem Verhalten, Goldene Regel und kategorischer Imperativ, die verschiedenen Sichtweisen der Umweltethik, Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben und der Entwicklung von Rechten und Pflichten ab der Geburt.

Das Fahren mit den Öffis entdeckt!

Gespeichert unter: Umweltethik — posedown @ 11:35 Uhr vormittags

Als Verfechterin des Autofahrens - vorallem seit Besitz meines Smarts - fiel es mir heute früh sichtlich schwer, auf die Öffis umzusatteln. Allerdings führt kein Weg daran vorbei, denn ich habe zuviel Lesestoff vor mir, um 2 Stunden täglich im Auto zu sitzen und nichts zu tun.

Somit gab´s heute früh am Weg zum Mathekurs und mittags am Weg ins Büro einen gedanklichen Exkurs in die unendlichen Weiten der Umweltethik. Eine durchaus interessante Thematik, die zwar in der 2-stündigen Vorlesung eher als guter Einschlafstoff zu gebrauchen ist, aber selbsterarbeitet zu einigen neuen Erkenntnissen führt und phasenweise Anflüge schlechten Gewissens hervorruft.

Das erste Thema des heutigen Lesestoffes war der Bereich Umweltethik und Religion.

Die verschiedenen Betrachtungsweisen “Mensch-Tier-Natur” sind teils überraschend und teils erschütternd. Das Skript machte einen Feldzug durch die verschiedenen “religiösen” Ansätze beginnend bei den Naturvölkern, die nur Aufgrund des Technikmangels naturverbunden schienen, was durch das Bsp. Eskimos bewiesen wurde (Ausnahmen gibt es natürlich immer Bsp. Indianerhäuptling Seattle zum Verkauf der Länder an die Weißen). Weiter gings mit kurzen Skizzierungen der alten Ägyptern, sowie Buddhismus und Taoismus und endete in einem elends langem Essay zum Thema Christentum, welches mich unglaublich überfordert hat. Aufgrund meiner langjährigen Abstinenz in Sachen lesen - verstehen - wiedergeben von Texten fällt es mir naturgemäß schwer hier auch nur irgendetwas Vernünftiges von mir zu geben. Aber ich hoffe, dass dies mit der Zeit und der Übung besser wird.

Das Thema beendete Prof. Weish mit den persönlichen Eindrücken, in seiner Kindheit beginnend, zum Thema “Christentum & Tiere, Natur”, seinen persönlichen Maßstäben für ein Leben mit der Umwelt (”Ehrfurcht vor dem Leben”, “Goldene Regel”) und einer These, dass der Mensch von heute eine Zwischenstufe zwischen dem Schimpansen und dem wahrlich humanen Menschen sein könnte.

Bei der Heimfahrt gings weiter mit dem Themenbereich Bildung und Ökologie. Einleitend beschäftigt sich das Skript mit der Entwicklung der Ökologie von der Teildisziplin der Biologie hin zu einer ganzheitlichen Brückenwissenschaft. Die Themen Wertfreiheit und Wertorientierung in der Wissenschaft, sowie die Entwicklung der Bildung (weg vom Verfügungs- hin zum Orientierungswissen) spannten den Bogen zu einem, für mich, wieder sehr anstrengendem Thema: Wirklichkeit, Realität und Wahrheit, von dem ich mir nur die Suche der Wahrheit als univeritäre Pflicht gemerkt habe. Danach ging es etwas lockerer weiter mit einem Exkurs über ökologische Grundeinsichten und der Definition des Themas “ökologischer Fußabdruck”.

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