Auch heute begleiteten mich die Ursachen der Umweltkrise auf meinem Weg ins Büro:
Als soziale Falle wird die Problematik von Gemeinschaftsgütern beschrieben, welche sich jeder technischen Lösung entzieht. Es geht hier um die Freiheit des Einzelnen, für sich einen immer größeren Nutzen aus Gemeinschaftsgut zu ziehen. Als Paradebeispiel wird der marine Raubbau genannt, der Art für Art an den Rand des Aussterbens bringt. Was für die Nahrungslieferanten gilt, gilt auch für die Welt als Abfallkübel – die Verschmutzung der freien Güter Luft-Boden-Wasser. Ein weiterer Aspekt sind die falschen Fortschrittkonzepte, an denen wir unser Leben messen. Maß des Wohlstands ist das Bruttosozialprodukt, das aus der Summe der Ausgaben berechnet wird. Schon vor 30 Jahren hat Schuhmacher treffend gesagt, dass eigentlich nur das Wachstum des Guten zählen sollte und dass es keinen Sinn machen würde das Gute und Schlechte zusammenzuzählen. Die Dinge sind zu groß, zu kompliziert, zu teuer und zu “gewalttätig” geworden. So charakterisierte er die Fehlentwicklung der letzten Jahrzehnte, die Entfernung vom “Menschenmaß”. Oder wie Daly - meiner Meinung nach – noch besser formulierte: es gab einen Übergang von einem produktiven zu einem unproduktiven Wachstum.
Die Beschleunigung, die es immer schwerer macht aus Fehlern zu lernen und gegenzusteuern und die Spielregeln nach denen die globale Wettkampfökonomie funktioniert, tragen ebenfalls zur Fehlentwicklung bei: Reiche werden reicher, Arme werden ärmer. Zwei weitere Punkte, die ich zwar verstanden habe, aber es nicht schaffe auszuformulieren sind die Unzulänglichkeit der Poltitik (Streben nach Macht, anstatt Streben nach Existenzsicherung in einer gefährdeten Welt) und Militarismus und Konfliktaustragung (die Tatsache der höheren Bevölkerungsdichte und der damit fehlenden Ausweichmöglichkeit verstärkt diese Tendenz).
Natürlich fehlen hier viele andere Aspekte, aber wenn man sich das Skript durchliest, mitsamt seiner zig Randbemerkungen, kommt man selbst auf den Schluß, den Prof. Weish im letzten Kapitel zum Thema Krisenursachen zieht: Die Minimierung der Bevölkerungszahl (auf die Gesamtheit des Menschen-Daseins bezogen) würde eine Besserung in vielen Bereichen der heutigen Umweltkrise bedeuten. So würde das Menschenleben wieder an die biologische Grundausstattung des Menschen angepasst werden, die in der jetztigen Situation einer Unzahl von Problemen führt.
Bem.: Dies sind zusammengefasst Gedanken, die sich so wie sie hier stehen schrecklich anhören. Ich möchte keine Diskussion darüber lostreten über Lösungsansätze und Alternativen. Diese Zusammenfassungen dienen zur Prüfungsvorbereitung und sind persönliche Notizzettel von Gedankenstützen und keine ausargumentierte Meinung.