Posedown’s Lerntagebuch

November 6, 2007

Das Fahren mit den Öffis entdeckt!

Gespeichert unter: Umweltethik — posedown @ 11:35

Als Verfechterin des Autofahrens – vorallem seit Besitz meines Smarts – fiel es mir heute früh sichtlich schwer, auf die Öffis umzusatteln. Allerdings führt kein Weg daran vorbei, denn ich habe zuviel Lesestoff vor mir, um 2 Stunden täglich im Auto zu sitzen und nichts zu tun.

Somit gab´s heute früh am Weg zum Mathekurs und mittags am Weg ins Büro einen gedanklichen Exkurs in die unendlichen Weiten der Umweltethik. Eine durchaus interessante Thematik, die zwar in der 2-stündigen Vorlesung eher als guter Einschlafstoff zu gebrauchen ist, aber selbsterarbeitet zu einigen neuen Erkenntnissen führt und phasenweise Anflüge schlechten Gewissens hervorruft.

Das erste Thema des heutigen Lesestoffes war der Bereich Umweltethik und Religion.

Die verschiedenen Betrachtungsweisen “Mensch-Tier-Natur” sind teils überraschend und teils erschütternd. Das Skript machte einen Feldzug durch die verschiedenen “religiösen” Ansätze beginnend bei den Naturvölkern, die nur Aufgrund des Technikmangels naturverbunden schienen, was durch das Bsp. Eskimos bewiesen wurde (Ausnahmen gibt es natürlich immer Bsp. Indianerhäuptling Seattle zum Verkauf der Länder an die Weißen). Weiter gings mit kurzen Skizzierungen der alten Ägyptern, sowie Buddhismus und Taoismus und endete in einem elends langem Essay zum Thema Christentum, welches mich unglaublich überfordert hat. Aufgrund meiner langjährigen Abstinenz in Sachen lesen – verstehen – wiedergeben von Texten fällt es mir naturgemäß schwer hier auch nur irgendetwas Vernünftiges von mir zu geben. Aber ich hoffe, dass dies mit der Zeit und der Übung besser wird.

Das Thema beendete Prof. Weish mit den persönlichen Eindrücken, in seiner Kindheit beginnend, zum Thema “Christentum & Tiere, Natur”, seinen persönlichen Maßstäben für ein Leben mit der Umwelt (”Ehrfurcht vor dem Leben”, “Goldene Regel”) und einer These, dass der Mensch von heute eine Zwischenstufe zwischen dem Schimpansen und dem wahrlich humanen Menschen sein könnte.

Bei der Heimfahrt gings weiter mit dem Themenbereich Bildung und Ökologie. Einleitend beschäftigt sich das Skript mit der Entwicklung der Ökologie von der Teildisziplin der Biologie hin zu einer ganzheitlichen Brückenwissenschaft. Die Themen Wertfreiheit und Wertorientierung in der Wissenschaft, sowie die Entwicklung der Bildung (weg vom Verfügungs- hin zum Orientierungswissen) spannten den Bogen zu einem, für mich, wieder sehr anstrengendem Thema: Wirklichkeit, Realität und Wahrheit, von dem ich mir nur die Suche der Wahrheit als univeritäre Pflicht gemerkt habe. Danach ging es etwas lockerer weiter mit einem Exkurs über ökologische Grundeinsichten und der Definition des Themas “ökologischer Fußabdruck”.

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